| Kapitel
Ebenso
wie der Schlussstein einem Bogen oder Gewölbe die abschließende Stabilität
verleiht, so verstehen sich die Kapitel der Maurer vom Königlichen Bogen als
Schlussstein der alten Freimaurerei. Sobald ein Bruder zum Meister erhoben
wurde, kann er ermutigt werden, Mitglied eines Kapitels zu werden. Es
vereinfacht den Prozess, wenn ein Gefährte eines Kapitels Fürsprache zugunsten
des interessierten Bruders einlegt. Besteht dieser Kontakt noch nicht, dann möge
sich der Interessierte direkt an den Sekretär eines Kapitels wenden.
Im
Kapitel werden vier Grade bearbeitet: IV° - Markmeister
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Der Markmeister ist eine Ergänzung zum
Gesellengrad der blauen Logen. Neben der moralischen Lehre dieses Grades wird
gezeigt, wie Unwissende eine Arbeit nicht würdigen, die später zu Ruhm und
Anerkennung gelangt. Der Kandidat wählt nach alter Tradition seine Marke, mit
der er ab nun seine Arbeiten versieht. Die Darstellung einer biblischen
Erzählung schließt den Grad ab. |
V° - Altstuhlmeister
(virtuell)
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Der (virtuelle) Altstuhlmeister wird verliehen, um
einer alten Tradition gerecht zu werden. Früher durften nur diejenigen Brüder
den Grad des Royal Arch empfangen, die bereits hammerführende Stuhlmeister ihrer
blauen Loge gewesen waren. Diese Regel reduzierte jedoch den Kreis potenzieller
Anwärter so stark, dass dieser Grad zwischengeschaltet wurde. Der Kandidat wird
mit den Rechten und Pflichten eines Stuhlmeisters vertraut gemacht und soll
lernen, über Recht und Pflicht zu wachen sowie freimaurerisches Brauchtum zu
pflegen. |
VI° - Sehr vortrefflicher
Meister
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Im
Sehr
vortrefflichen Meistergrad wird das Gebäude von König Salomos Tempel
vollendet. Der Kandidat begegnet hier dem Werkstück aus dem Markmeistergrad
wieder. Dieser Grad behandelt die Fertigstellung des Salomonischen
Tempels. Der Maurer wird mit vielen wertvollen Lektionen für seine zukünftige
Entwicklung konfrontiert. |
VII° - Meister vom königlichen Bogen - Royal
Arch
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Der
Maurer
vom königlichen Bogen (Royal Arch) wird häufig als einer der schönsten und
eindrucksvollsten Grade der gesamten Freimaurerei bezeichnet. Er vollendet den
Meistergrad und ergänzt die Hiramslegende. Die babylonische Gefangenschaft wird
beendet, der zerstörte Tempel wird wieder aufgebaut. Bei Ausgrabungen werden
wichtige Funde gemacht und das verlorene Meisterwort wiederentdeckt.
Dieser
Grad ist Voraussetzung, um in ein Konzil oder eine Komturei aufgenommen zu
werden. |
Der Royal-Arch-Grad war einer der hartnäckigsten
Streitpunkte der Auseinandersetzung zwischen den Antients und
Moderns im England des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Die
Antients sahen darin eine Vervollkommnung des Meistergrades und machten ihn zu
einem Teil ihrer Zeremonien. Die Moderns waren der Meinung, der Royal Arch
sollte besser ein eigener Grad sein, der nicht in den Bereich der Großloge
falle, sondern einem eigenen Großkapitel unterstellt werden sollte. Als sich die
beiden Seiten im Jahr 1813 einigten, wurde ein Vertrag aufgesetzt, der die
philosophische Perspektive der englischen Maurerei klarstellte, dass nur
derjenige ein wahrer Meistermaurer sei, der auch den Royal Arch erhalten habe:
Es wird erklärt und verkündet, dass die reine alte
Freimaurerei aus drei Graden besteht und keinem mehr als diesem, nämlich dem
Lehrlingsgrad, dem Gesellengrad und dem Meistergrad einschließlich des obersten
Ordens des Royal Arch.
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